Die Schweizer Chaoten rufen nach Inhalt für die jährlich stattfindende Chaos Singularity (Cosin), eine Begegnungs-, Lehr-, Lern-, Kontakt-, sowie Unterhaltungs- und Entspannungsmöglichkeit für Geeks, Nerds, Hacker, Datenreisende, Diskordianer, Chaoten und andere interessierte, oder einfach nur neugierige Wesen dieser Gesellschaft, wo drei Tage lang die Gelegenheit besteht, Computer und andere Technik zu erforschen, deren Auswirkungen auf die Gesellschaft zu untersuchen, oder einfach nur gemütlich mit anderen Teilnehmern zu diskutieren.
Dazu wurde folgender Call for Participation in Deutscher und Englischer Sprache veröffentlicht:
mehr lesen... 29. März 2008
Andreas
Inzwischen sind die Aufzeichnungen der diesjährigen OpenExpo verfügbar.
Die halbjährlich, abwechslungsweise in Zürich und Bern stattfindende Messe hat sich zum Ziel gesetzt, Vertreter der FOSS-Community mit Nutzern freier Software zusammenzubringen und Freie Software zu fördern.
Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website der OpenExpo.
26. März 2008
Andreas
Am 7. April findet die Mitgliederversammlung der Digitalen Allmend statt. Die Mitgliederversammlung ist offen für Interessierte. Neben einem Rückblick über das vergangene Jahr, geht es auch um die Planung von 2008. Einige Themen, wie z.B. Creative Commons Switzerland stehen dabei auf der Agenda.
Ort: VMK 1.7 - ZHDK, Sihlquai 131, 1. Obergeschoss, Zürich
Zeit: ab 19:00
Datum: 7. April 2008 (im Rythmus des Monatstreff)
Die Traktandenliste befindet sich im Blog der Digitalen Allmend.
16. März 2008
daniel
Eine Veranstaltung die von der Digitalen Allmend organisiert wird:
Bei uns weitgehend unbekannt hat sich die Nigerianische Filmindustrie (Nollywood) in den letzten Jahren rasant entwickelt und zumindest was die Zahl der produzierten Filme betrifft (mehr als 1000/Jahr), Hollywood und Bollywood bereits überholt. Und das in einem Land, praktisch ohne Kinos und so gut wie keinem Urheberrechtsschutz. Aber anstatt die Piraten und
Strassenhändler zu bekämpfen, werden sie von den Produzenten als Teil des Filmgeschäftes akzeptiert.
Daniel Kuenzler, Soziologe und Afrikaexperte, stellt die Nigerianische Filmindustrie vor und erläutert wie diese mit den Herausforderungen der unkontrollierbaren Kopien umgeht. Mit Filmausschnitten und Diskussion.
Ein Abend in Kooperation mit der Vertiefung Mediale Künste und der Digitalen Allmend.
Datum: 18.03.2008
Zeit: 20 Uhr
Ort: Cabaret Voltaire, Zürich
16. März 2008
daniel
Im Auditorium Maximum der ETH Zürich fand heute der erste Teil der von der Stiftung Risiko-Dialog organisierten Veranstaltungsreihe “Verletzlichkeit der Informationsgesellschaft” statt.
Die Stiftung, welche sich u.a. durch Beiträge von Unternehmen und des Bundes finanziert, hat sich zum Ziel gesetzt, bei der breiteren Bevölkerung das Bewusstsein für die Gefahren in der Informationsgesellschaft zu fördern. Dazu wurden in Zusammenarbeit mit der ISSS drei externe Referenten eingeladen. Nachfolgend eine kleine Übersicht zum Inhalt:
In der ersten Präsentation (Referent: Rolf Gartmann, SWITCH) wird auf einen möglichen Angriffspunkt beim E-banking fokussiert: Der Browser des Nutzers. Als Ansätze zum Angriff werden Social Engineering und Drive-by-Download genannt. Als Abwehrmassnahmen werden fleissiges Updaten der Software mit Patches, Antivirenschutz, Firewalling, sowie vermehrte Vorsicht beim Nutzer empfohlen. Diplomatisch-vorsichtig wird auch vor Windows gewarnt, unter dem Hinweis auf Probleme mit Monokulturen.
Im zweiten Teil des Referats folgt dann eine Demonstration eines Angriffs auf den Internet Explorer via Quicktime Plugin, wozu der Referent u.a. ein extra dafür programmiertes, simples eBanking-System verwendet, welches auf einer virtuellen Maschine den Host der Bank simuliert. Nach Aufruf eines präparierten Quicktime Movies im Browser werden alle Zugriffe auf die Bank manipuliert.
Der zweite Referent (Stefan Frei, ETH) bezieht sich ebenfalls auf Angriffe beim Nutzer. Am Beispiel eines Fishing-eMails wird der Angreifer humoristisch über Russland, Hong Kong, USA, Irak, Palästina, Ukraine und die Kokosinseln rund um die Welt verfolgt, nur um festzustellen, dass es schliesslich fast nicht möglich ist, ihn aufzuspüren. Der Referent wird nicht müde zu betonen, dass es sich bei den Angreifern nicht um einzelne, klischeegemäss Pizza-essende Hacker handelt, sondern um organisierte Kriminalität.
Auch dieser Referent sieht die Lösung der Probleme vor allem in der Erziehung der Nutzer, obwohl er später einer Intervention eines Zuhörers zustimmt, dass die IT aktuell eigentlich zu komplex sei, als dass ein Normalbürger genügend Hintergrundwissen besitzen könne.
Der dritte Referent (Marc Henauer, MELANI/KOBIK) schliesslich geht von einer eher politischen Seite auf Geldwäscherei ein. Hier gibt es teilweise Überschneidungen mit der zweiten Präsentation. Neben praktischen Tipps zur Geldwäscherei hat der Referent folgendes allgemeine Rezept auf Lager:
1. Placement (Geld anlegen, auf die Reise senden)
2. Layering (durch verschiedene Transaktions-Hops die Rückverfolgung erschweren)
3. Re-Integration (Geld auf eine plausible Art wieder abholen)
Daneben werden auch Möglichkeiten zum Aufbau von Identitäten und Off-Shore Unternehmen diskutiert.
Der Abschluss der Veranstaltung schliesslich wird durch eine Podiumsdiskussion erreicht.
Das Ziel der Stiftung, auch etwas Tiefgang zu erreichen, wird durch die Referenten in diesem Fall durchaus erreicht. Interessant wird es sicherlich, in kommenden Veranstaltungen zu sehen, ob dies auch bei Themen wie z.B. Datenschutz gelingen wird.
07. März 2008
Andreas