In der Vernehmlassung zur Änderung der Urheberrechtsverordnung bezieht sich die SIUG in ihrer Stellungnahme (PDF) (ODT) in erster Linie auf die in Artikel 39b vom revidierten Urheberrechtsgesetz vorgesehene “Fachstelle”, die die Anwendung von DRM beobachten soll. Laut Gesetz kann der Bundesrat “vorsehen, dass die Fachstelle Massnahmen verfügen kann”, falls “das durch die Schranken des Urheberrechts geschützte öfftentliche Interesse es erfordert”. Die Stellungnahme der SIUG zeigt auf, dass diese Bedingung in verschiedener Hinsicht erfüllt ist, und fordert daher, dass der Bundesrat ein entschiedenes Vorgehen der Fachstelle gegen den Missbrauch von DRM vorsehen soll.
31. Januar 2008
Norbert
Anlässlich einer öffentlichen Anhörung (Vernehmlassung in der Schweizerischen Bundesverfassung) zur Verordnung zum Urheberrechtsgesetz haben sich der Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) und die Interessensgemeinschaft Digitale Allmend (DA) in einem gemeinsamen Schreiben an das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) gerichtet, um grundsätzliche Kritik am rechtlichen Schutz von Systemen für technische Schutzmassnahmen (DRMS) zu äussern und vereinzelt konkrete Lösungsvorschläge einzubringen.
Sie setzen dabei ihre Hoffnungen auf eine zivilgesellschaftlich getragene Beobachtungsstelle, die irrgelaufene DRMS effektiv bremsen kann und fordern ausserdem eine Klarstellung des Begriffs der missbräuchlichen Anwendung einer technischen Schutzmassnahme - es soll Klarheit darüber geschaffen werden, wann ein Missbrauch stattfindet. Der CCCZH und die DA fordern diesen Tatbestand als erfüllt anzusehen z.B. generell bei Datenschutzverletzungen, im Falle von KonsumentInnenschutzinteressen oder aber in Fällen, wo die Interoperabilität nicht mehr sichergestellt ist.
Das ganze Schreiben ist hier als PDF zu haben. Es wurde in der Form heute Nachmittag per E-Mail dem IGE zugestellt.
Vorlage (PDF) und Bericht (PDF) sind beim Bund zu greifen.
31. Januar 2008
hmm
Der Chaos Computer Club Zürich möchte der Öffentlichkeit eine Abhandlung zur Verfügung (PDF) stellen, welche sich mit dem Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung auseinandersetzt. Dabei werden Konfliktstellen zur Datenschutzgesetzgebung aufgezeigt, aber auch zum Urheberrecht . Die Datenschutzgesetzgebung wird dabei selber angerissen. Ansonsten wird im Dokument das Gesetz durchgegangen und es wird kommentiert; eine Entstehungsgeschichte ist mit drin.
Auf Richtigkeit erhebt weder der bisherige Autor noch der CCCZH Anspruch, doch erlaubt die BSDL-artige Lizenz eine Berichtung oder Erweiterung des Dokuments nach Gutdünken. Gerade im Anhang könnten mehr Beispiele angeführt werden, wie das Gesetz angewandt wird und es auch scheitern kann oder die ebenfalls vorhandenen Vergleiche zu ähnlichen kantonalen Lösungen oder der Lösungen anderer Staaten könnten präzisiert oder ausgeweitet werden.
Wer die TeX-Sourcen möchte und sich weiter wundert wie er das Dokument selber zu einem PDF konstruieren kann, der beachte doch bitte den diesbezüglichen Beitrag an die Diskussions-ML des CCCZH und verfolge die dortigen Links.
Mittelfristig wird das Dokument auf der Präsenz von befreite-dokumente.ch erscheinen und die Quellen sowie die Anleitung diese zu bauen dort verfügbar gemacht.
28. Januar 2008
hmm
Die Nodus-Plattform soll hinsichtlich der informatica08 nun erst recht zur Plattform der Stimmen der Informationsgesellschaft werden, nachdem sie lange geruht hat.
Gruppen der Zivilgesellschaft, denen die Informatik nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich ein Anliegen ist, haben sich heute im DOCK18 getroffen zum “24C3 Swiss Gettogether Aftermeeting”, um sich im Rahmen der Veranstaltungen der informatica08 (das Jahr 2008 ist in der Schweiz das Jahr der Informatik) einzubringen und auf eigene Veranstaltungen hinzuweisen, um ihre Sicht der Dinge und ihre wichtige Rolle bei der gesunden Entwicklung der Informatik darzulegen.
Wirtschaft und Politik haben das Jahr 2008 zum Jahr der Informatik erklärt und haben diesbezüglich die informatica08-Kampagne initiiert. Das Interesse für Informatik soll erhöht werden und mehr, insbesondere junge Leute, für die Informatik begeistert werden. Gar erwächst dem Pressespiegel der Eindruck man wolle die Informatik überhaupt retten.
Am 24C3 in Berlin hatten sich v.a. CCC-nahe Gruppen der Schweiz getroffen und nach Möglichkeiten gesucht das Jahr 2008 für sich produktiver zu gestalten. Dabei wurde die Möglichkeit sich an der informatica08-Veranstaltungsreihe einzubringen erstmals erkannt (Protokoll des Treffens in Berlin).
Heute schliesslich kam es zum Nachtreffen, mit neuen Organisationen und Menschen der Zivilgesellschaft mit an Bord, welche zusammen ihre Ideale für eine gerechte, auf offenen Standards basierenden Informationsgesellschaft einbringen möchten, die für eine Informatik einsteht, die technisch kreativ und zugleich immerzu konstruktiv ist.
Die Teilnehmer des Treffs haben beschlossen der Nodus-Plattform ein Revival zu bescheren, mit einer Neuausrichtung zur informatica08. Nicht nur soll auf unsere Beiträge zur informatica08 hingewiesen werden - über die Nodus-Plattform, sondern möchten wir uns auch kritisch mit den Ergebnissen der Veranstaltungsreihe der informatica08 beschäftigen und dabei eine öffentliche Debatte mit auslösen helfen.
Das Protokoll zum Treff ist öffentlich einsehbar.
Tote leben länger - geeint gehen wir mit Nodus!
27. Januar 2008
hmm
Die Webseiten von postcard-sicherheit.ch informieren über die Unsicherheit der alten (nicht-EMV) Postkarten der PostFinance, welche deren Klonen erlaubt. Einzig dafür benötigte (und vereinzelt leicht zu beschaffende) Informationen sind:
- Postkartennummer
- Das Ausgabe-/Ablaufdatum
Die Seiten starten mit Informationen von Bernd R. Fix, der die Sicherheitslücke am 23C3 in Berlin mit seinem Vortrag A not so smart card erstmals publik gemacht hat. Später werden auch Informationen der neuen EMV-Karten der PostFinance veröffentlicht, die nach deren eigenen Angaben seit Mitte 2006 herausgegeben werden und theoretisch (bei Ausnutzung der EMV-Funktionalität) sicherer sein sollten, allerdings versprechen erste Untersuchungen seitens Bernd R. Fix keine erhöhte Sicherheit.
Die PostFinance soll durch die Öffentlichmachung der Unsicherheit ihrer Postkarten dazu bewegt werden auf technischem oder rechtlichem Wege die Kundensicherheit zu erhöhen. Dies nachdem die PostFinance eine 4-jährige Schonfrist genossen hat - und nun Hinweise auf die Unsicherheit ihrer Karten schlichtweg relativiert oder ausschliesst, wie z.B. ein Zitat von Alex Josty der PostFinance auf BloggingTom entblösst. Ebenfalls zeigt die diesbezügliche Korrespondenz mit der PostFinance keine grössere Einsicht der Problematik auf.
Ein Weg, welcher der PostFinance rechtlich zustünde, um die Kundensicherheit zu erhöhen, wäre ihre Teilnahmebedingungen auf das Niveau der Kreditkarten anzuheben, d.h. in Missbrauchsfällen primär für finanzielle Schäden des Kunden aufzukommen.
Bernd R. Fix arbeitet im CCC-Umfeld mit dem CCC Berlin (CCCB) und dem CCC Zürich (CCCZH) zusammen, um die Öffentlichkeit über die Sicherheitsproblematik breiter zu informieren.
10. Februar 2007
hmm
Wildprovider präsentiert docking station#1:
Breaking the News
von Marc Lee.
Ausstellungseröffnung: Donnerstag 11.Januar, 18 Uhr
Docking Stations ist eine Ausstellungsreihe im Dock18 ab 2007 mit
wechselnden Medienstationen – u. Installationen. Stationen begegnen
uns im täglichen Leben überall. Sie komprimieren bestimmte Funktionen
des alltäglichen Lebens an einem Ort und bieten Zugang zu Services
oder Dienstleistungen wie Ticketautomaten, Spielautomaten,
Telefonzellen oder Check-In. Wie solche Systeme auch künstlerisch
umgesetzt werden, wollen wir mit der Ausstellungsreihe Docking
Stations demonstrieren. Deswegen präsentiert Wildprovider im Dock18
das ganze Jahr über diverse Stationen und Installationen, denen man
sicher gerne auch im öffentlichen Raum begegnen würde.
Die Medienstation Breaking the News von Marc Lee beschäftigt sich mit
der Welt der Neuigkeiten. Aktuelle Meldungen aus dem Internet werden
unmittelbar in den Raum übertragen. Der Benutzer kann ohne
Vorkenntnisse Suchabfragen starten und erhält einen raumübergreifenden
Einblick in die aktuellen News der Welt. Darüber hinaus werden die
Benutzerinnen zu News Jockeys (NJ) indem sie mit den Filmen, Texten,
Sounds und Bildern virtuell jonglieren können.
Marc Lee beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit seit langem
mit News und deren visuellen oder systematischen Umsetzung.
Mittlerweile arbeitet er selbst auch für das Schweizer SF/DRS. Als
Gründungsmitglied des Kollektivs LAN wurde er mit “tracenoizer” an
internationalen Festivals (u.a. Transmediale, Ars Electronica, Viper)
mit Preisen ausgezeichnet. 2003 wurde Marc Lee für loogie.net mit dem
Förderpreis der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich
ausgezeichnet, sowie mit dem CreaTYty award der TV Productioners
Center. Weitere Projekte sind der TV-BOT (2004), Radio-Bot (2005) und
das Open News Network (2005) für das er den Viper Award 05 gewonnen
hat.
Breaking the News
Eröffnung: 11.Januar, 18 Uhr
Begrüssung Mario Purkathofer
Einleitung Nils Röller (Studienbereich Neue Medien)
Softwarepräsentation NJ Marc Lee
Öffnungszeiten: 12.Januar – 23.Januar, 16-22 Uhr
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung: COPY BAR! am
Freitag 12.1. und 19.1. ab 21 Uhr mit lokalen DJS und News Jockey Marc
Lee.
Dock18
Raum für Medienkulturen
Grubenstrasse 18
8045 Zürich
(S10 Haltestelle SZU Binz, Bus Linie 33 Haltestelle Manesseplatz)
www.dock18.ch
10. Januar 2007
Mario
Die letzte Late Media Show des Jahres zu den Kernthemen Digitale Rechte, Kunstfreiheit, Kopiererei, Illegale Kunst, freie Lizenzen und Musik findet im Dock18 statt. Es wird wieder eine bunte Show mit Beiträgen von Gästen aus Kunst, Politik, Technik und Musik. Am Tag darauf findet die Wintersession des Ständerats statt. Die Show wird aufgezeichnet und online ausgestrahlt. Zu Gast mit kurzen Redebeiträgen sind Norbert Bollow (Siug Schweiz), Felix Stalder (Kunstfreiheit.ch), Beat Mazenauer (Kulturministerium.ch), Hernani Marquez (Chaostreff Zürich), Daniel Boos (Digitale Allmend). Künstlerische Projektvorstellungen von Marc Lee (Medienkünstler), Mediengruppe Bitnik, Sven König. Jonas Ohrstrom, Patric Kaufmann, Marc Widmer (Atelier Anorg, Sonicsquirrel.net) releasen Songs unter freien Lizenzen und sorgen für die nötige musikalisch/elektronische Begleitung. Für Videos und Live Verbindungen in alle Welt sorgt Josef Renner. Bar geöffnet. Moderiert von Mario Purkathofer.
Last Late Multi Media Show
Montag, 18.Dezember 20 Uhr
Dock18
Raum für Medienkulturen YWSWYG
Grubenstrasse 18
CH-8045 Zürich
http://map.search.ch/zuerich/grubenstr.-18
+41 44 4502540
www.dock18.ch
12. Dezember 2006
Mario
Montag, 11. Dezember, 20.00 im “Dock18″ in Zürich/Binz
Bei der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) wollen die einen rechtlichen Schutz für Digital Restrictions Management (DRM) Systeme im Gesetz verankern, so ähnlich wie das in den USA bereits der Fall ist (dort heist das diesbezügliche Gesetz “Digital Millenium Copyright Act”, DMCA.) (aktueller offizieller Entwurf der Urheberrechtsrevision)
Wir planen eine Offene-Briefe Aktion um die Mitglieder des Ständerats über die DRM-Problematik zu informieren und sie zu bitten, einen Artikel mit Pflichten für DRM-Anwender (Entwurf hier) in das URG aufzunehmen.
Beim Treff wollen wir das weitere Vorgehen konkret besprechen und Aufgaben verteilen.
Termin: Montag, 11. Dezember, 20.00
Ort: im Dock18 an der Grubenstrasse 18 in Zürich, nahe der S-Bahn-Station Zürich/Binz (Linie S10).
Lageplan: http://map.search.ch/zuerich/grubenstr.-18
Was ist die Idee der Nodus-Treffs? In der Schweiz gibt es eine ganze Reihe von Organisationen, die sich mit ähnlichen Zielen mit Themen der Netzpolitik und Infoprmationsgesellschaft befassen. Damit dies nicht zu einer Zersplitterung führt, treffen wir uns im Rahmen von Nodus-Treffs, wo es um sachliche Ziele geht, und die Frage, im Namen welcher Organanisation(en) sich jemand engagieren will, völlig in den Hintergrund tritt.
09. Dezember 2006
Norbert
Es liegt im Interesse des Lesers sich an einem Diskurs zu beteiligen. Die Leser beteiligen sich an der KULTUR EINES LANDES indem sie bewusst oder unbewusst Daten austauschen und weitergeben.
Wenn die technische Entwicklung den Umgang mit Werken vereinfacht hat (ein Werk das geschrieben wurde, will gelesen werden), dann kann in diesem Zusammenhang nicht von Piraterie die Rede sein.
Werke müssen im Sinne des öffentlichen Diskurses frei verfügbar sein und Menschen die diesen Diskurs führen dürfen nicht als Piraten bezeichnet werden, sondern als aktive Teilnehmer am öffentlichen Diskurs einer Kultur und Gesellschaft.
05. Dezember 2006
Mario
Das Protokoll zum Nodus-Treff vom 06.11.2006 (Montag) wird hiermit publiziert. Nebst beschlossenen Massnahmen, wie z.B. der Organisation einer Multi-Media-Show im DOCK18, wo zum Thema DRM informiert wird oder der Ausarbeitung von Argumenten, die allgemeinverständlich über Flyer verteilt werden sollen, sind auch andere Ideen vorhanden, die von Interessierten - für ein Engagement gegen die Urheberrechtsrevision in der aktuellen Form - aufgegriffen werden könnten.
14. November 2006
hmm
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