Protokoll zum Nodus-Treff vom 16.10.2006

Mit etwas Verspätung, da noch Änderungen von den Teilnehmenden eingegangen sind, wird das Protokoll zum Nodus-Treff vom Montag, dem 16.10.2006, nun publiziert.

jetzt kommentieren? 08. November 2006 hmm

THESE 6/8 DAS WERK WIRD DURCH MEDIEN VOR DEM LESEN GESCHÜTZT

Um Interessen zu wahren werden Mittel (Medien) eingesetzt, das Werk (das gelesen werden will) vor dem Lesen zu schützen. Es sind dieselben Technologien, die das Lesen überhaupt erst ermöglichen.

Wenn man heute zum Beispiel von Radio spricht, dann gibt es nicht mehr nur terrestrisches Radio, das über einen herkömmlichen Radioempfänger gelesen/gehört werden kann, sondern eine Reihe anderer Technologien, die ganz andere Lesegeräte benötigen (DAB, Digital Broadcasting, Internet Radio, Webstreaming, …).

Weitere detailliertere Mechanismen, das Werk vor dem Lesen zu schützen (bzw. die Art des Lesens zu definieren): Lizenzen, Geheimhaltung, Vorankündigungen, Werbung und Bekanntmachung, Verträge, Urheberrecht, Geräteabgaben, begrenzte Auflagen, Kopierschutz, technische Schutzmassnahmen, DRM allumfassend. Jede einzelne Nutzung soll kontrolliert werden.

Als Medien können diese Mittel deswegen bezeichnet werden, weil sie ein Sender-u. Empfänger Verhälntnis beschreiben und dazwischen medial vermittelnd agieren. DRM ist durchaus eine mediale Technologie, die das Verhältnis zwischen Sender und Empfänger und alle Eigenschaften genau definiert.

jetzt kommentieren? 06. November 2006 Mario

Nodus-Treff 2006-11-06: Gegen DRM im URG

Nodus-Treff 2006-10-16: Gegen DRM im URG

Montag, 16. Oktober, 20.00 im “Dock18″ in Zürich/Binz

Bei der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) wollen die einen  rechtlichen Schutz für Digital Restrictions Management (DRM) Systeme im Gesetz verankern, so ähnlich wie das in den USA bereits der Fall ist (dort heist das diesbezügliche Gesetz “Digital Millenium Copyright Act”, DMCA.) Aber hier in der Schweiz haben wir ja recht gute demokratische Rahmenbedingungen, darum sollte sich dieses Unglück doch bei uns verhindern lassen.

Beim Treff wollen wir das weitere Vorgehen konkret besprechen und
Aufgaben verteilen.

Termin: Montag, 6. November, 20.00

Ort: im Dock18 an der Grubenstrasse 18 in Zürich, nahe der S-Bahn-Station Zürich/Binz (Linie S10).
Lageplan: http://map.search.ch/zuerich/grubenstr.-18

Was ist die Idee der Nodus-Treffs?  In der Schweiz gibt es eine ganze Reihe von Organisationen, die sich mit  ähnlichen Zielen mit Themen der Netzpolitik und Infoprmationsgesellschaft befassen.  Damit dies nicht zu einer Zersplitterung führt, treffen wir uns im Rahmen von Nodus-Treffs, wo es um sachliche Ziele geht, und die Frage, im Namen welcher Organanisation(en) sich jemand engagieren will, völlig in den Hintergrund tritt.

bisher 1 Kommentar 05. November 2006 Norbert

THESE #5/8 EIN WERK BENÖTIGT MEDIEN UM ZUM LESER ZU GELANGEN


jetzt kommentieren? 02. November 2006 Mario

THESE #4/8 EIN WERK WIRD IMMER GEHINDERT ZUM LESER ZU GELANGEN

Der Weg zum Leser (und an die Öffentlichkeit) ist umständlich. Im Wege stehen Technik und Interessen der Autoren und Dritter (Öffentlichkeiten).

Da ein Werk mit seinem Diskurs, den das Werk produziert immer einen Mehrwert darstellt, sind viele Dritte interessiert am Diskurs des Werks, den Diskurs über ein Werk zu kontrollieren oder sich auf dem Weg vom Autor zum Leser in den Diskurs einzuschalten. Dieser Weg des Diskurses bietet sowohl politische Macht als auch ökonomische Vorteile für alle Beteiligten.

So wird sich zum Beispiel der Produzent eines Films nicht nehmen lassen, sich alle Rechte der Aufführung, der Vermarktung und der Distribution zu sichern. Liegt darin doch ein beträchtlicher ökonomischer Mehrwert. Die Leser werden in dieser Maschinerie zu blossen Statisten degradiert, die maximal für den Film bezahlen dürfen (so oft wie möglich). Ein öffentlicher Diskurs (Weiterbearbeitung, Kommunikation, Distribution, Kopieren) ist nicht erwünscht. Das Werk dient in dieser Definition als reiner Unterhaltungsgegenstand, vergleichbar mit einer Achterbahn, dessen einziger Zweck die Vernichtung von freier Zeit ist. Bei Zuwiderhandlung werden die Leser kriminalisiert, verfolgt und bestraft.

Technologien und Verstärker müssen immer eingesetzt werden um das Werk verfügbar zu machen. Selbst wenn der Autor sein Werk vielen und allen zur Verfügung stellen will, ist er abhängig von Distributionstechnologien, der Aufmerksamkeit der Leser und technischer Hindernisse. Dieser Nachteil stellt sich aber auch als Vorteil für Dritte heraus, die Dienstleistungen anbieten, um dem Werk den Weg zum Leser zu ermöglichen. Umso länger der Weg, desto grösser die Wertschöpfungskette. Umso mehr Kontrolle, desto grösser die Sicherheit. Durch die langen Wege erhält das Werk zum Beispiel grosse Aufmerksamkeit. Diese Dienstleistungen kosten Geld. Jemand muss dafür bezahlen.

jetzt kommentieren? 30. Oktober 2006 Mario

THESE #3/8 UM EIN WERK HERUM ENTSTEHEN DISKURSE

Kultur ist die Art, wie Diskurse geführt und mit Werken umgegangen wird. Werke, die für sich alleine stehen oder nur einem eingeschränkten Benutzerkreis zur Verfügung stehen tragen nichts zur Kultur eines Landes (offene/öffentliche Kultur) bei. Ein öffentlicher Diskurs wird dann unmöglich.

Ein Werk kann die Grundlage der Kommunikation in einer Gesellschaft sein und prägt deren Kultur. Alle Arten der Be -u. Verarbeitung tragen zum Mehrwert des Werks (= Diskurs) bei: Kritiken, Rezensionen, Abwandlungen, Weiterentwicklungen, Bearbeitungen, Distributionen, neue Versionen, Interpretationen, Ur-u. Neuaufführungen, Kopien, Verbesserungen, Geschäftsmodelle, Diskussion, Meinungsaustausch, Kommunikation, etc.

Diese Folgewirkungen eines Werks (Schöpfung von Mehrwert und Diskurs) können in der Hand von Einzelnen bleiben oder öffentlich stattfinden.
Wenn der Diskurs über ein Werk zum Beispiel nur innerhalb einer Firma diskutiert wird, bildet dies maximal einen Mehrwert für die beteiligte Firma, nicht aber für die öffentliche Kultur. In diesem Fall ist der öffentliche Diskurs ein Kollateralschaden, der möglichst vermieden werden soll.

Verschiedene Interessensgruppen haben das starke Verlangen die Wertschöpfungskette eines Werks möglichst lange zu machen, diesen zu kontrollieren und so den Weg zum Leser zu erschweren.

Der Diskurs ist interessant für alle und bildet einen wesentliche Mehrwert für das Werk!

jetzt kommentieren? 26. Oktober 2006 Mario

THESE #2/8 ÖFFENTLICHE UND GELESENE WERKE BILDEN EINEN MEHRWERT FÜR DIE KULTUR EINES LANDES UND DER LESER

Die Kultur des Landes wird einerseits über die Werke gebildet und andererseits bilden sich um das Werk herum Öffentlichkeiten mit verschiedenen Interessen: Autoren, Leser, Vertrieb, Verwertungsgesellschaften, Industrie, Konsumentenvereinigungen, Städte, Regionen, Vereine, Firmen, …

Die KULTUR EINES LANDES (öffentliche Kultur) liegt im INTERESSE aller.

bisher 2 Kommentare 20. Oktober 2006 Mario

THESE #1/8 EIN WERK DAS GESCHRIEBEN WURDE, WILL GELESEN WERDEN

Unter Werk ist weit mehr als nur Kunst und Poesie zu verstehen. Als Werk sollen hier alle Arten von Information, Archiven, Musik als Speichermedium von Gefühlen, technischen Codes und Verschlüsselungen sowie Vertragswerke, Standards und gesetzliche Bestimmungen verstanden werden.

Man könnte auch von potenziell lesbaren Werken sprechen. Ein Werk, das zum Beispiel als Format im Internet verfügbar ist, ist ohne weitere Anstrengungen lesbar. Es muss nur kopiert werden und mit dem richtigen Abspielgerät ausgeführt werden. All das erfordert weder besondere Kenntnisse, noch übermässig viel Zeit. Ausserdem führt diese Tätigkeit der Leser selbst durch und müsste im Prinzip eine Honorarnote stellen, wenn der Aufwand nicht zu gross wäre für die marginale Handlung der Aktion.

Die Leser können Menschen oder Lesegeräte sein, die im Auftrag von einzelnen Individuen Werke lesen (Software und Programme). Gemeinsam bilden Leser und Lesegeräte die Öffentlichkeit, die das Werk erreichen will.

bisher 4 Kommentare 19. Oktober 2006 Mario

Termin des nächsten Treffs: Montag 2006-11-06

Hier rasch die wichtige Termininformation: Der nächste Nodus-Treff “Gegen DRM im URG” wird am Montag 6. November stattfinden.

Das Protokoll des gestrigen Treffs sowie eine ausführlichere Ankündigung folgen im Laufe dieser Woche.

jetzt kommentieren? 17. Oktober 2006 Norbert

Nodus-Treff 2006-10-16: Gegen DRM im URG

Montag, 16. Oktober, 20.00 im “Dock18″ in Zürich/Binz

Bei der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) wollen die einen rechtlichen Schutz für Digital Restrictions Management (DRM) Systeme im Gesetz verankern, so ähnlich wie das in den USA bereits der Fall ist (dort heist das diesbezügliche Gesetz “Digital Millenium Copyright Act”, DMCA.) Aber hier in der Schweiz haben wir ja recht gute demokratische Rahmenbedingungen, darum sollte sich dieses Unglück doch
bei uns verhindern lassen.

Beim Treff wollen wir das weitere Vorgehen konkret besprechen und Aufgaben verteilen.
Zur Vorbereitung bitten wir euch, einen Blick in einige der
Vernehmlassungsantworten werfen:

http://ige.ch/D/jurinfo/j10301.shtm

Gesprächsleitung: hernani (Chaostreff Zürich), Norbert Bollow (SIUG).

Termin: Montag, 16. Oktober, 20.00

Ort: im “Dock18″ an der Grubenstrasse 18 in Zürich, nahe der
S-Bahn-Station Zürich/Binz (Linie S10).

Lageplan: http://map.search.ch/zuerich/grubenstr.-18

jetzt kommentieren? 14. Oktober 2006 Norbert

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